Die Stadt - Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Die Evangelische Stiftskirche St. Cosmas und Damian ist eine kreuzförmige, dreischiffige Gewölbebasilika mit Westturm, deren älteste Teile aus dem 11. Jh. stammen. 1853-59 wurde der Bau umfassend erneuert.
- Stadtkirche (auch Marktkirche genannt) St. Bartholomaei, Stiftstraße 1. Von einem Bau aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhundert blieben bis heute der Turm und der Chorraum bestehen. Das Langhaus wurde um 1700 als schlichte Saalkirche erneuert. Das 1989 restaurierte Innere weist noch einige ältere Ausstattungsstücke auf, darunter eine spätgotische Triumphkreuzgruppe vom Ende des 15. Jahrhunderts und eine 1520 entstandene Madonnenstatue. Die polygonale Kanzel ist 1640 und 1642 datiert.
- Rathaus, Lange Straße 1. Das alte, ursprünglich neben dem ehemaligen Ratskeller gelegene Rathaus wurde 1870 abgebrochen. 1904 entstand der noch heute bestehende Neubau an der Ecke Südstraße in romanisierenden Formen. Die Giebel und die Ecktürmchen zeigen gotisierende Formen.
- Ratskeller, Lange Straße 12. Um 1520/21 wurde der ehemalige Ratskeller in seiner jetzigen Form errichtet. Die ältesten Gebäudeteile des zweigeschossigen Fachwerkbaus mit Satteldach stammen jedoch bereits von 1501. Im Kellerbereich blieb ein tonnengewölbter Raum erhalten, der bereits im 14. Jahrhundert entstanden sein dürfte. 1735 wurde ein Anbau für den Wunstorfer Stadtvogt erstellt, der hier eine Amtwohnung erhielt. Dieser wurde im Zuge der ab 1987 durchgeführten Sanierung zugunsten eines verputzten Neubaues abgebrochen. Die massiven Stützpfeiler an der Längsseite wurden im 19. Jahrhundert eingebaut, um dem Bau zusätzliche Stabilität zu verleihen.
- Ehemalige Abtei (Stadtbibliothek), Wasserzucht 1. Der zweigeschossige Fachwerkbau wurde auf das Jahr 1518 dendrochronologisch datiert. 1710 wurde das Dach verändert und der First um 90 Grad gedreht. Aus dieser Zeit stammt auch der seitliche Anbau. Bei der 1985-87 durchgeführten Sanierung erhielt das Dach wieder seine frühere Ausrichtung, außerdem wurden die ursprünglichen Steilgiebel rekonstruiert.
- Die nähere Umgebung der Stiftskirche wird noch heute von den Bauten des ehemaligen Stiftes geprägt:
- Stiftsstraße 5 (Pastorenhaus). Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit übergiebeltem Mittelteil, Ende des 18. Jh.
- Stiftsstraße 5a (Pfarrwitwenhaus). Fachwerk-Dielenhaus, bezeichnet 1584. Die Utlucht wurde erst nachträglich angefügt. Um 1800 wurde der Bau um 3 Gefache verlängert.
- Stiftsstraße 7 (Pfarrhaus). Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach, datiert 1664.
- Stiftsstraße 10. Das eingeschossige Wandständerhaus wurde in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Im 19. Jahrhundert diente es nach einem Umbau als Gärtnerhaus.
- Stiftsstraße 11, 1628 dendrochronologisch datiert.
- Stiftsstraße 14–16 (Alte Dechanei). Traufständiger Fachwerkbau mit Ziegelziersetzung, im Kern 17. Jh.
- Bürgerhäuser. Die Lange Straße wurde einstmals von giebelständigen Fachwerkbauten gesäumt, von denen nur wenige überliefert sind. Vielfach wurden die Erdgeschosse durch Ladeneinbauten verändert.
- Lange Straße 13. Das Fachwerk-Giebelhaus ist in der 2. Hälfte des 16. Jh. entstanden. Das Hinterhaus zeigt Reste eines unterkellerten Saales.
- Lange Straße 15, bezeichnet 1604.
- Lange Straße 17. Fachwerk-Giebelhaus, bezeichnet 1534. Das Erdgeschoss wurde durch Ladeneinbauten verändert.
- Lange Straße 36 (Altstadtgrill). Der an der Straßenfront stark erneuerte Bau dürfte ebenfalls noch zum ältesten Baubestand der Innenstadt gehören. Er ist vermutlich in der 2. Hälfte des 16. oder im Laufe des frühen 17. Jahrhunderts entstanden.
- Stiftsstraße 2. Der zweigeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach wurde im 18. Jahrhundert unter der Verwendung älterer, aus dem 16. Jahrhundert stammender Bauhölzer errichtet. Der ebenfalls wiederverwendete Dachstuhl wurde 15265/26 dendrodatiert.
- Adelshöfe. Der Bereich südlich und nördlich der Langen Straße war ursprünglich den Adelshöfen vorbehalten. In jüngster Zeit wurden diese nur locker bebauten und von größeren Freiflächen geprägten Bereich stark überformt. Von den Höfen blieben nurmehr drei erhalten:
- An der Wassermühle 2 (Adelshof von Hauss). Schlichter zweigeschossiger Fachwerkbau mit hohem Walmdach, vermutlich noch vor 1800 entstanden.
- Mittelstraße 3 (Lenthescher Burgmannenhof). Fachwerk-Dielenhaus, im Kern 16. Jh. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts traufseitig erweitert und um 1900 umgebaut.
- Stiftsstraße 12, das Hollesches Haus (auch Röbbigsturm genannt) wurde für den herzoglichen Obristen Johann von Holle nach einem Brand 1569 errichtet. Es ist als dreigeschossiger Wohnturm der älteste profane Steinbau Wunstorfs und diente im 19.Jh. als Kornspeicher des Stifts und von 1883-1907 als Wunstorfer Rathaus.
- Sigwardskirche im Ortsteil Idensen. Die um 1130 erbaute romanische Kirche besitzt noch die romanische Ausmalung aus der Bauzeit und die älteste Glocke Niedersachsens.
- Heilig-Kreuz-Kirche im Ortsteil Luthe.
Bildurheber: wikipedia Blick in die Stiftsstraße | Bildurheber: wikipedia Hollesches Haus von 1569 | Bildurheber: wikipedia Datei:Fachwerkhaus von 1530 in der Stiftstr. 10 |
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Info
- Bundesland: Niedersachsen
- Landkreis: Region Hannover
- Stadtgliederung: 14 Stadtteile
- Höhe: 43 m ü. NN
- Fläche: 126,6 km²
- Breitengrad: 52° 26′ N
- Längengrad: 9° 26′ O
- Postleitzahl: 31515
- Kfz-Kennzeichen: H
- Vorwahl: 05031 (Stadt), 05033 (Steinhude u. Großenheidorn), 05723 (Idensen-Niengraben)
- Einwohner: ca. 41 586
- Bevölkerungsdichte: 328 Einwohner je km²
- Gemeindeschlüssel: 03 2 41 021
- Adresse der Stadtverwaltung: Südstraße 1
31515 Wunstorf - Website: www.wunstorf.de